Die Sieben Wunder von Jena

Die Sieben Wunder von Jena sind bereits seit mehreren hundert Jahren ein Anziehungspunkt für Touristen und machten Jena weit über dessen Grenzen hinaus bekannt. Heute sind jedoch nur noch fünf dieser Wunder zu besichtigen.

Eines der sieben Wunder ist der Kreuzbogen unter dem Altar der Stadtkirche, der Ara. Er war um 1301 die einzige Zufahrt zum damaligen Zisterzienserkloster. Auch Caput, die Schnapphans-Figur an der Rathausuhr, gehört zu den Sieben Wundern. Der Hans von Jena schnappt dabei zu jeder vollen Stunde nach einer goldenen Kugel, die eines der berühmten Thüringer Klöse darstellen soll. Sollte er dieses Klos nicht schnappen können, so eine Legende, würde wohl die Welt untergehen.

Der siebenköpfige Draco, der heute im Stadtmuseum besichtigt werden kann, ist ein weiteres Wunder von Jena. Er wurde wohl im 16. Jahrhundert von Studenten gefertigt, und zwar aus Tierknochen, Draht und Pappmaché.

Selbst Berge wurden von den Jenaern damals als Wunder bezeichnet. So gehört auch Mons, der heutige Berg Jenzig, hierzu. Er ist eine 385 Meter hohe Erhebung aus Muschelkalk mit einer kahlen Stelle, die auch als Nase bezeichnet wird. Letztlich ist der Fuchsturm, ein alter Bergfried, der zur Burg Kirchberg gehörte, zu besichtigen.

Die Camsdorfer Brücke, die als Pons in die Geschichte einging, war eine Brücke mit neun Bögen, die schon im 15. Jahrhundert bestand. Zur Bauzeit war sie eine der größten Brücken Deutschlands, auf der sich auch eine Kapelle befand. Sie wurde jedoch 1912 abgerissen, um eine neuere Brücke errichten zu können.

Das letzte Wunder ist das Weigelsche Haus, welches auch als Weigeliana Domus bekannt ist. Es wurde wegen dem Mathematikprofessor Erhard Weigel bekannt, der im 17. Jahrhundert in Jena gelebt hat. Aufgrund von Platzmangel wurde es jedoch bereits abgerissen.

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